Netzwerk:

Herzlich Willkommen!

Unter dem Motto „Streitbar und vernetzt“ haben sich die Pankower Frauenprojekte, der Frauenbeirat Pankow, der Verein Unternehmerinnenplus e.V. und die Gleichstellungsbeauftragte des Bezirksamt Pankow zum Pankower Frauennetz zusammengeschlossen. Uns verbindet das frauenpolitische Engagement im Interesse der Pankower Bürger*innen. Die Themen sind breit gefächert und betreffen ganz unmittelbar den Lebensalltag von Frauen*. Dabei versuchen wir die große Vielfalt der Lebensentwürfe im Blick zu haben. Unser zentrales Anliegen dabei ist die finanzielle Unabhängigkeit von Frauen*, denn Selbstbestimmung ist ohne eigene Existenzsicherung kaum möglich. Wir sind offen für weitere Kooperationspartner*innen und Mitstreiter*innen, weil wir wissen, dass Interessensvertretung nicht ohne Vernetzung gelingen kann.


AKTUELLES:


RÜCKBLICK:

Preisverleihung des Pankower Frauenpreises (Fotos: Sascha J. Bachmann)

In diesem Jahr wurde er zum ersten Mal vergeben – der Pankower Frauenpreis. Eine neue Möglichkeit, Frauen zu ehren, die sich im Bezirk auf vielfältige Weise gleichstellungspolitisch engagieren und sich für die Rechte von Mädchen und Frauen einsetzen.

Acht Vorschläge wurden eingereicht und die Jury – bestehend aus Vertreter/innen der Fraktionen der Bezirksverordnetenversammlung Pankows, des Bezirksamtes, des Frauenbeirates Pankows und des Arbeitskreises der Pankower Frauenprojekte – hatte es nicht leicht mit ihrer Entscheidung.

Alle acht Vorschläge erhielten die nötige Punktzahl für die Nominierung. Die Nominierten – Frauenprojekte, Fraueninitiativen und einzelne Frauen – wurden kurz mit einer kleinen Laudatio vorgestellt und mit Blumen und einem Präsent geehrt. Der Frauenbeirat Pankow hatte Karin Schulz, Mitglied des Pankower Frauenbeirates und langjährige Sprecherin vorschlagen. Die Jury entschied sich für Renate Laurentius. Ihr langjähriges herausragendes frauenpolitisches und gesellschaftspolitisches Engagement wurde gewürdigt. Bezirksbürgermeister Sören Benn übergab den Preis, der mit 500 Euro dotiert ist und Jurymitglied Dr. Oliver Jütting hielt die Laudatio

Umrahmt wurde der Abend von den ermunternden und nachdenklichen Chansons der wunderbaren Sängerin und Alt-Pankowerin Gerlinde Kempendorff. Die Pianistin Christine Reumschüssel begleitete sie am Flügel. Es ist erfreulich und ermutigend, dass es jetzt einen Pankower Frauenpreis gibt, der eine schöne Tradition begründen soll.

Foto: Bernd Wähner


Wie kam ich nur in dieses fremde Kleid? – Wende- und Migrationsgeschichten von Frauen (Fotos: Sascha J. Bachmann)

Rappelvoll war es am 6. Dezember 2019 im Emma- Ihrer-Saal des Rathauses Pankow. Frauen aus dem Bezirk kamen zusammen und redeten miteinander. 30 Jahre nach der Wende ging es um die Fragen, was jede in dieser Zeit erhofft, was sie verloren und was sie aber auch gewonnen hat. Ganz in diesem Sinne trug der Erzählsalon das Motto „Wie kam ich nur in dieses fremde Kleid?“, ein Zitat aus einem Gedicht der Lyrikerin Helga Königsdorf.

Die Fremdheitserfahrung – wenn auch in unterschiedlicher Intensität und mit unterschiedlichen Schwerpunkten – teilen ostdeutsche Frauen und Migrantinnen. Darum war es gut, dass dieser Abend eine bunte Vielfalt von Frauen mit unterschiedlichem biografischen Hintergrund zusammenbrachte.

Die Schriftstellerin Lea Streisand trug mit einem Text aus ihrem neuen Buch „Hufeland, Ecke Bötzow“ ganz wundervoll zur Einstimmung auf den großen Erzählsalon bei.

Beim Podiumsgespräch berichteten Frauen über ihre ganz persönlichen Erfahrungen vor dem Hintergrund der politischen Entwicklungen nach 1989. Im Anschluss gab es ein hervorragendes Büffet von geflüchteten Frauen, die sich regelmäßig in den Räumen der Zukunftswerkstatt Heinersdorf treffen. Noch lange blieben die Frauen zusammen und nutzen den Abend zum Austausch.


100 Jahre Frauenwahlrecht (Fotos: Edyta Gontarski) Anlässlich dieses Jubiläums lud das Pankower Frauennetz am 1. November 2018 ins Rathaus Pankow ein. Der große Ratssaal war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Bezirksbürgermeister Sören Benn und Gleichstellungsbeauftragte Heike Gerstenberger eröffneten die Veranstaltung mit einem geschichtlicher Abriss des Kampfes für das Frauenwahlrecht.

Anschließend setzten Isabell Rohner, Nikola Müller und Gerd Buurmann Texte der Schriftstellerin Hedwig Dohm kabarettistisch in Szene. Hedwig Dohm war Vorkämpferin des Frauenwahlrechts.

Und das gibt’s nur in Pankow: Bezirksbürgermeister Sören Benn als Faust und Gleichstellungsbeauftragte Heike Gerstenberger als Gretchen erzählen den „Faust I“ völlig neu – als Gleichstellungsgeschichte.