Pankower Frauengeschichte

AG Pankower Frauengeschichte

Wir erforschen die Geschichte von Frauen, deren Leben und Wirken in unserem Bezirk prägende Spuren hinterlassen hat und die bisher in der Historie und der Politik zu wenig Beachtung finden. Auf unsere Initiative hin tragen zwei Straßen und ein Platz in Pankow die Namen von Frauen. Zahlreiche Gedenktafeln wurden auf unseren Vorschlag und in Kooperation mit Partnern im Bezirk bereits angebracht. Bisher gibt es drei Broschüren, die die Lebensgeschichten von Frauen dokumentieren, die in Pankow gelebt oder gearbeitet haben. Die Broschüren sind bei allen Pankower Bürgerämtern und bei der Gleichstellungsbeauftragten des Bezirksamts Pankow gegen eine Spende von 5 € pro Exemplar erhältlich.

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AKTUELL:

Derzeit sind wir dabei, für drei Nummernstraßen in Buch passende Frauen zur Benennung der Straßen zu recherchieren. Für 2019 bereiten wir auch wieder einen Frauenstadtrundgang vor, dieses Mal in Prenzlauer Berg.
Außerdem haben wir einen Antrag auf die Benennung eines Platzes in Wilhelmsruh gestellt.

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RÜCKBLICK:

Bezirksbürgermeister Sören Benn und Gleichstellungsbeauftragte Heike Gerstenberger während der Begrüßung zum Rundgang

Im August 2018 organisierte die AG Spurensuche des Pankower Frauenbeirats einen historischen Stadtgang. „Auf den Spuren berühmter Frauen in Pankow“ lautete das Motto. Im Rahmen der von Bezirksbürgermeister Sören Benn initiierten und gepflegten Tradition besuchten die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer Denkzeichen und Stätten des Wirkens von Frauen im Bezirk. „Berühmt“ geworden im Sinne der überwiegend männlich geprägten Geschichtsschreibung sind die meisten Frauen nicht, an deren Arbeit und Wirken jetzt mit Gedenktafeln an verschiedenen Häusern des Bezirks erinnert wird. Aber ihre Leistungen stehen denen der Männer in nichts nach.

Magda Geisler (AG SpurenSuche) erzählt über die Königin Elisabeth Christine in unmittelbarer Nähe des Schlosses Schönhausen

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Beatrice-Zweig-Ausstellung und Begleitband

Unter dem Motto: „Ich habe gezeichnet, da ist aller Kummer verflogen“ war im Museum Pankow vom 21. 6. bis 5. 11. 2017 eine Ausstellung mit Bildern und Briefen der Malerin und Zeichnerin Beatrice Zweig (1892-1971) zu sehen. 
Die Ausstellung wurde auf Anregung des Frauenbeirats und in Kooperation mit dem Fachbereich Museum des Bezirksamts Pankow erarbeitet. 
Umrahmt wurde sie von thematischen Begleitveranstaltungen.

Der Begleitband zur Ausstellung eröffnet den Blick auf die außergewöhnliche und selbstbestimmte Persönlichkeit von Beatrice Zweig und würdigt sie als Künstlerin, fernab von dem Etikett, die „Frau des Schriftstellers Arnold Zweig“ zu sein. Ausgewählte Werke und Briefe, die seit Jahren unangetastet in den Archiven der Akademie der Künste Berlin lagen, werden durch den Begleitband einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich.
Der Begleitband ist eine Veröffentlichung des Bezirksamts Pankow von Berlin, Amt für Weiterbildung und Kultur, Fachbereich Museum in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten, dem Frauenbeirat Pankow und der Akademie der Künste Berlin. Er hat 96 Seiten und 98 Abbildungen und kostet 8,70 Euro.
Der Begleitband ist erhältlich im Museum Pankow, Prenzlauer Allee 227/228, 10405 Berlin (Tel.: 030/ 902953917), im Museumsstandort Heynstr. 8, 13187 Berlin (Tel.: 030/ 4814047) oder bei der Gleichstellungsbeauftragten im Rathaus Pankow, Breite Str. 24a-26, 13187 Berlin (Tel.: 030/ 902952305).

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Gedenktafel für Dr. Ursula Katzenstein

Im Juli 2017 wurde eine Gedenktafel für Dr. Ursula Katzenstein am Haus Kavalierstraße 6 in Berlin Pankow von Bezirksbürgermeister Sören Benn im Beisein vieler Gäste feierlich enthüllt. Dr. Ursula Katzenstein gilt als die Begründerin der Werkstätten für Rehabilitation in der DDR. Sie setzte eine völlig neue Herangehensweise in der Arbeit mit psychisch Kranken, körperlich und geistig beeinträchtigten Menschen durch. An der feierlichen Einweihung nahmen auch viele Familienmitglieder teil, unter ihnen die beiden Töchter Dr. Kate P. Leiterer und Dr. Susan Köhn. Sie erinnerten in bewegenden Worten an ihre Mutter.

Frau Dr. Kate Leiterer, Tochter von Dr. U. Katzenstein und Bezirksbürgermeister Sören Benn bei der Enthüllung der Gedenktafel

Die große Familie von Dr. Ursula Katzenstein anlässlich der Einweihung

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Minna-Flake-Platz

Bezirksstadtrat Jens-Holger Kirchner, die Gleichstellungsbeauftragte Heike Gerstenberger und Mitglieder des Frauenbeirates bei der Benennung eines Platzes nach Minna Flake

Bezirksstadtrat Jens-Holger Kirchner, die Gleichstellungsbeauftragte Heike Gerstenberger und Mitglieder des Frauenbeirates bei der Benennung eines Platzes nach Minna Flake am 27.11.2015

Im November 2015 wurde der Platz an der Erich-Weinert-Straße, Ecke Gudvanger Straße nach Minna Flake benannt. Minna Flake war seit 1927 Stadtschulärztin in Prenzlauer Berg und konnte dort beispielgebende Neuerungen zum Wohle von Kindern und Jugendlichen durchsetzen. Weiterlesen

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Gedenktafel für Zenzl Mühsam

Matthias Köhne und Susanne Bach, Sprecherin des Frauenbeirates Pankow, enthüllen am 28.09.2015 gemeinsam die Gedenktafel für Zenzl Mühsam in der Binzstraße 17.

Bezirksbürgermeister Matthias Köhne und Susanne Bach, Sprecherin des Frauenbeirats Pankow, enthüllen am 28.09.2015 gemeinsam die Gedenktafel für Zenzl Mühsam in der Binzstraße 17.

Hier finden Sie einen Text von Magda Geisler über Zenzl Mühsam.

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Beatrice-Zweig-Straße

Straßenumbenennung in Beatrice-Zweig-Straße

Die bisherige Nummernstraße 201 in Niederschönhausen wird nach Beatrice Zweig benannt (30.05.2014).

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Gedenktafel für Martha Wygodzinski

Bezirksbürgermeister Matthias Köhne und Susanne Bach enthüllen am 20.07.2012 die Gedenktafel für Martha Wygodzinski in der Neuen Schönholzer Str. 13.

Bezirksbürgermeister Matthias Köhne und Susanne Bach enthüllen am 20.07.2012 die Gedenktafel für Martha Wygodzinski in der Neuen Schönholzer Str. 13.